RWL-Ableser unterwegs in Wolfhagen und Habichtswald
Ab Mitte Oktober lesen die Mitarbeiter der Regionalwerke Wolfhager Land (RWL) Strom- und Wasserzähler ab. In Wolfhagen und seinen Ortsteilen rechnet die RWL auf Basis der Ablesung den Wasserverbrauch ab. Unabhängig vom Stromlieferanten erfasst der Wolfhager Versorger die Stände aller Stromzähler in Wolfhagen und Habichtswald. Dazu gehören Zähler von über 1.000 PV-Anlagen, nicht aber so genannte Smart Meter, die ihre Verbrauchsdaten automatisch senden.
Rechnungen über den Stromverbrauch versendet die RWL nicht. Diese kommen vom Lieferanten, den die Verbraucher wählen. Die abgelesenen Stände werden automatisch übermittelt.
Alle Ableser sind ausgestattet mit Smartphones. So erfassen sie die abgelesenen Werte elektronisch und nehmen ein Foto jedes Zählers auf. Die Bilder dienen als zuverlässiger Beleg, der insbesondere bei Zweifeln an Verbrauchsabrechnungen hilfreich ist.
Ableser können sich ausweisen.
Zählerstände und Verbrauchsdaten sind sensible Informationen, die nicht in falsche Hände geraten sollten. Die Ableser der RWL können sich selbstverständlich ausweisen. Wer dennoch unsicher ist, ob tatsächlich ein RWL-Mitarbeiter vor der Tür steht, kann sich an den Kundenservice der Regionalwerke wenden. Dieser ist während der Geschäftszeiten telefonisch erreichbar unter 05692 32 296 - 0.
Um die Erreichbarkeit des gemeinsamen Kundenservice von Stadtwerken und Regionalwerken zu gewährleisten, bitten die Regionalwerke jedoch darum, Zählerstände nicht an Stelle der Ableser telefonisch zu übermitteln. Der Grund: Bei vielen tausend Zählerständen wäre das Anrufaufkommen schlicht zu groß.
Die RWL bittet darum, den Zugang zum Zähler zu erleichtern und hinderliche Gegenstände aus dem Bereich zu entfernen. Unterstützung bei der Ablesung selbst ist nicht nötig. Hilfreich kann es sein, den Zählerstand zum Zeitpunkt der Ablesung auch selbst zu notieren oder auf einem eigenen Bild zu dokumentieren.
Keine automatische Ersparnis durch vorzeitigen Smart-Meter-Einbau
Aktuell erreichen die Regionalwerke Wolfhager Land (RWL) vermehrt Anfragen zu Smart-Meter-Angeboten. In Wolfhagen und Habichtswald werden Werbeschreiben verteilt, die Einsparungen durch den Einbau eines intelligenten Messsystems (Smart Meter) in Aussicht stellen. Kostensenkungen folgen dem Zählereinbau jedoch nicht automatisch.
Die RWL weist darauf hin, dass die in den Werbeschreiben beworbene Reduzierung der Netzentgelte nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich ist. In der Regel müssen dafür sogenannte steuerbare Verbrauchseinrichtungen nach § 14a Energiewirtschaftsgesetz vorhanden sein. Hierzu zählen beispielsweise Wärmepumpen, Wallboxen oder Batteriespeicher.
„Viele der heute angebotenen Smart-Meter-Installationen würden wir im Rahmen des gesetzlichen Rollouts ebenfalls in absehbarer Zeit vornehmen. Für den Einbau selbst fallen bei der RWL grundsätzlich keine zusätzlichen Kosten an“, erklärt Geschäftsführer Olaf Stobbe. „Verbraucherinnen und Verbraucher sollten deshalb genau prüfen, welche Kosten und Verpflichtungen mit einem freiwilligen Wechsel verbunden sind.“
Während in den aktuell verteilten Angeboten laut Anschreiben Kosten von 99 Euro pro Jahr für den Messstellenbetrieb anfallen, liegen die Entgelte beim grundzuständigen Messstellenbetrieb der RWL häufig deutlich darunter. Zudem ist für das Angebot eines wettbewerblichen Messstellenbetreibers ein gesonderter Vertrag erforderlich.
Die RWL empfiehlt daher, mögliche Einsparungen den tatsächlich entstehenden Kosten gegenüberzustellen und neben den Vertragslaufzeiten auch den individuellen Nutzen eines vorzeitigen Smart-Meter-Einbaus zu berücksichtigen. „Wer unsicher ist, ob die beworbenen Vorteile im eigenen Haushalt überhaupt erreicht werden können, sollte sich vor einer Entscheidung beraten lassen“, so Olaf Stobbe. Es bestehe kein Anlass, jetzt vorschnell zu handeln.
Für Rückfragen zum Smart-Meter-Rollout sowie zu den Voraussetzungen möglicher Netzentgeltvergünstigungen stehen die Regionalwerke Wolfhager Land gerne zur Verfügung.